Vesakh Hamburg 2006:
wieder gut besucht

Gelungene Feier zum Jubiläum
„100 Jahre Buddhismus in Hamburg“

 

  Es war viel los auf den Straßen Hamburgs an diesem Sonntag, den 11.Juni: Die große Party zur Fußball-WM auf dem Heiligengeistfeld, Volksfeste zwischen Fernsehturm, Rathaus und dem St. Michel.

Mittendrin, wie auf einer grünen Oase in einem der schönsten Parks der Stadt: Die Vesakh-Feier der Hamburger Buddhisten.

Bei strahlend blauem Himmel kamen auch in diesem Jahr Tausende Buddhismus-Interessierte in das farbenfroh geschmückte kleine Zeltdorf in den Großen Wallanlagen, um den historischen Buddha und seine Lehre zu feiern.

Viele von ihnen verbanden ihren Besuch auf dem Fest mit Stippvisiten umliegender Veranstaltungen. Trotz der Fußball-WM weckte die Veranstaltung viel Interesse; NDR 90,3 war mit einem Ü-Wagen vor Ort.

 
  Hochkarätige Referenten aus verschiedenen Traditionen hielten Vorträge, Stände informierten über die ganze Bandbreite des Buddhismus und die Aktivitäten der jeweiligen Zentren.

Ein Kulturprogramm mit Musik, japanischem Trommeln sowie Tanzdarbietungen lockte viele Besucher ins Amphitheater. Zeremonien und Rezitationen mit Tibetischen bzw. vietnamesischen Würdenträgern zu Beginn und im späteren Verlauf der Veranstaltung sorgten für besinnliche Stimmung.

Auch Geräusche vom nahe gelegenen Fußball-Fanfest hielten die Besucher nicht davon ab, sich in konzentrierter Gehmeditation, Qi Gong oder Zen-Bogenschießen zu versuchen.

Beim Familienpicknick nahe dem großen Kinderspielplatz war der Nachwuchs in guten Händen. Kinder wurden mit Schminken, einer Luftballon-Wunschaktion sowie einer Show von Clown Giaccomo unterhalten.

 
  Als besonderer Ehrengast kam Ani Chöying, eine international bekannte tibetische Nonne aus Nepal, die das Publikum mit ihrem Charme und einer phantastischen Stimme in ihren Bann zog.

Mit dem Erlös ihrer Gesangskonzerte in Asien, Europa und Nordamerika finanziert sie unter anderem Projekte für Frauen im Himalaja.

 

Die diesjährige Vesakh-Feier fiel mit einem Jubiläum zusammen: 1906 gründeten Intellektuelle die erste buddhistische Vereinigung in der Hansestadt.

Der Amtsleiter des Stadtbezirks Hamburg-Mitte, Markus Schreiber, sowie Michael den Hoet als Vertreter der Buddhistischen Zentren der Stadt, würdigten in Eröffnungsansprachen die Bedeutung der buddhistischen Vereinigungen für das kulturelle und geistige Leben Hamburgs.

Eine Festschrift mit Grußworten des Ersten Bürgermeisters Ole von Beust und der Deutschen Buddhistischen Union (DBU) erinnert an ein Jahrhundert Buddhismus an der Waterkant.

 
  Das Fest wurde von 16 buddhistischen Gruppen und Zentren unterschiedlicher Richtungen aus Hamburg und Umgebung veranstaltet.

Mehrere Dutzend ehrenamtlicher Helfer, die mit Herz bei der Sache waren, sorgten für einen reibungslosen Ablauf der Feier.

 

 

Die nächste öffentliche Vesakh-Feier der Hamburger Buddhisten ist für 2008 vorgesehen.

 

 

 

Fotos: Susanne Sachers